G8 setzt sich gegen G9-neu durch

Verbundschule Winterberg-Medebach hofft auf Verbesserungen beim Abitur nach acht Jahren

G8 oder doch wieder G9, das ist bei den Gymnasien die Frage gewesen. Die Schulkonferenzen sollten ein Votum abgeben, offiziell entscheiden muß aber jeweils der Träger der Schule.

Zunächst gab es eine Mehrheit für G9; als aber bekannt wurde, daß dies keine Entlastung für die Schüler bedeutete, schwang die Meinung um:

„Die Schulpflegschaft hat für G8 votiert. Das bedeutet nicht, daß die Eltern G8 so toll finden, aber eine Rückkehr zum Status Quo vor fünf Jahren ist unmöglich.“, so Schulleiter Heinz-Jürgen Plugge.

Ein Beispiel: Die zweite Fremdsprache würde auch beim neuen G9, statt wie früher in der siebten Klasse, bereits im sechsten Schuljahr eingeführt. Die Schulpflegschaft wolle in erster Linie wieder Ruhe ins Gymnasium bringen, zumal G8 bisher noch nicht keinmal komplett durchgelaufen sei.

Zusammenfassend stellt es sich so dar, daß eine Entscheidung für G9 keine Rückkehr zum alten System bedeutete, sondern vielmehr ein G8+1, also „eine marginale Aufstockung von G8 um ein Schuljahr“. Konkret hieße dies weiterhin volle Stundenpläne und viele Hausaufgaben: „Die Belastung der Schüler würde sich nicht ändern.“

Dies alles bedeute somit im Umkehrschluß eindeutig nicht, daß die Medebacher Schule G8 favorisiere; es ist gleichsam lediglich das kleinere Übel, vorausgesetzt auch, daß die angekündigten Verbesserungen vom Ministerium baldmöglichst umgesetzt werden. Darauf hoffen nun sicherlich nicht nur die Medebacher.